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Sozialadäquanzklausel kann ab sofort bei Games angewendet werden. Oder anders: Hakenkreuze in Spielen ab sofort möglich

Der game – Verband der deutschen Games-Branche begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der Behörden, nach der die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ab sofort auch Computer- und Videospiele bei der Altersprüfung berücksichtigen kann, die Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen enthalten.

So heißt es in der Einleitung der offiziellen Stellungnahme. Videospiele stellten in der deutschen Unterhaltungselektronik stets eine Ausnahme dar. Während in Filmen, Serien, Reportagen und Dokumentationen Hakenkreuze und andere verfassungsfeindliche Symbole gezeigt werden durften, waren sie in Videospielen untersagt. So mussten die Entwickler seit den 90ern alternative Namen, Symbole und Organisatoren finden bzw. das Übel umschreiben. Dem ist nun nicht mehr so und Spiele stehen nun auf einer Stufe mit den vorhin schon genannten Filmen, Reportagen etc.

Die veränderte Rechtsauffassung zur Sozialadäquanz ist ein wichtiger Schritt für das Kulturmedium Games in Deutschland. Wir haben uns lange dafür eingesetzt, dass Games endlich gleichberechtigt und ohne Ausnahmen am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen können. Nachdem Computer- und Videospiele bereits seit vielen Jahren als Kulturmedium anerkannt sind, wird durch die jetzige Entscheidung die Anerkennung auch in diesem Bereich konsequent vollzogen“, sagt Felix Falk, game-Geschäftsführer.

Sozialadäquat bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Symbole verfassungswidriger Organisationen im Einzelfall in einem Titel verwendet werden können, sofern dies der Kunst oder der Wissenschaft, der Darstellung von Vorgängen des Zeitgeschehens oder der Geschichte dient. Bisher wurde diese Prüfung, anders als bei anderen Medien wie dem Film, nicht vorgenommen.

Natürlich und verständlich das verherrlichendes Material strikt untersagt und verboten ist. Nach wie vor und für immer. Kein Bock auf Nazis.

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