KolumneVideospiel

5 starke weibliche Persönlichkeiten in Videospielen

Videospiele sind eine reine Männerdomäne? Pah, hier sind 5 weibliche Charaktere, die den Männern so richtig die Show stehlen:

Platz 5 nimmt dabei Leliana aus Dragon Age: Origins und Dragon Age: Inquisition ein. Sie mag zwar nur eine Nebenakteurin sein, die in so manchem Nebenquest-Wust untergeht, jedoch hat sie eine sehr starke Persönlichkeit und kann sich mit einem eisernen Willen brüsten.

Dabei wurde Leliana am orlaisianischen Hof großgezogen. Als ihre Mutter starb, nahm sie eine Edeldame unter die Fittiche und sie lernte, wie man sich am Hofe verhält. Ziemlich kurze Zeit später fand sie ihren Glauben in den Erbauer und Andraste – also dem Göttlichen. Ihr Glaube und ihr fanatisches Handeln münden nicht selten in einem tödlichen Höhepunkt. Sie ist eine Meisterspionin und wenn es sein muss, auch eine Assassinin, die für ihren Glauben und Recht und Ordnung tötet. Sie stellt also permanent einen Zwiespalt zwischen einem reinen Glauben und dem Töten dar. Auch ihre Sexualität spiegelt diesen Twist wider – immerhin ist sie lesbisch.

Platz 4 dürfte den meisten Leuten etwas präsenter sein: Lara Croft aus Tomb Raider. Lara kommt ebenfalls nicht von armen Eltern. In der neuen Videospielreihe ist sie eine intelligente junge Frau, die Antworten auf alte Fragen sucht und sich in jedes Abenteuer manövriert, dass ihr über den Weg läuft. Es dauert also nicht lange, bis sie sich in eine tödliche Falle begibt und sich einen Weg herausbasteln und töten muss. Manchmal schleicht sie sich dabei allein und durchgefroren an die Gegner heran und tötet sie, manchmal nimmt sie aber auch stumpf im Feuerregen ein Gewehr in die Hand und macht Rambo alle Ehre.

 

Lara ist nicht immer so zäh gewesen. Zuerst beginnt ihre Geschichte als harmloses Mädchen, das die Welt erkunden möchte. Dann geht die Geschichte in feudales Geballer über und zu guter Letzt schmückt sich Lara mit ein wenig Mystik und rettet die Welt. Sie hat also eine stetige Lernkurve, die nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern auch ihren Charakter betreffen. Oft wird kritisiert, dass sie dem ersten Tier, das sie tötet, nachweint, danach aber ein Herr an Menschen ohne zu zucken tötet. Auch wenn es sich anfangs etwas überspitzt anhört, könnte man aber auch davon ausgehen, dass nach der Überschreitung der Grenze des Tötens, es kein Zurück gibt und Lara deswegen auch keine Skrupel mehr zu haben scheint.

Platz 3 geht ebenfalls an eine echte Actionwucht: Chloe Frazer aus Uncharted. Erstmals durften wir Chloe in Uncharted 2 als Diebin und Romanze von Nathan Drake kennenlernen. Nicht ganz böse, aber auch nicht wirklich gut – trifft es dabei wohl am besten. Oft wechselt sie die Seiten. Auf der einen Seite steht dabei immer der Reichtum und auf der anderen ihre Menschlichkeit. Und genau das macht Chloe auch so einzigartig: ihre gespaltene Persönlichkeit.

In Uncharted: The Lost Legacy dürfen wir Chloe als Hauptcharakter spielen und ähnlich wie Nathan Drake, läuft sie von einer Falle in die Nächste. Die einzige Möglichkeit, lebend zu entkommen, ist durch ein Scharmützel. Schleichen, schießen und klettern sind dabei ihre Hauptkriterin, um ihr Überleben zu sichern.

Auf Platz 2 der besten weiblichen Charaktere, die einen echten Eindruck hinterlassen haben, befindet sich keine Geringere als Triss Merigold aus The Witcher. Geralts Liebesleben ist ein reines Up and Down. Seine nicht enden wollende Liebe zu Yennefer, die ihn nicht gut behandelt und toxisch ist, ist dabei nur ein Kontrast, den er mit Triss erlebt. Diese ist ebenfalls nicht vollkommen einfach und hat ihn in den Videospielen belogen, um ihr Ziel zu verfolgen. Sie hat ihn ausgenutzt, dann hat sie sich verliebt und im Hintergrund leidete sie immer unter der giftigen Liebe zwischen Yennefer, ihrer besten Freundin, und Geralt.

Wie eine echte Rothaarige beherrscht auch Triss den feinen Grad zwischen Liebe und Verrat zu wandern. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die alles alleine schaffen möchte, sich aber notfalls auch eingestehen kann, Hilfe zu benötigen. Triss glänzt also nicht nur mit Liebenswürdigkeit, sie ist genauso stark, genauso mächtig, wie ihre männlichen Zauber-Kollegen.

Auf Platz 1 steht definitiv Aloy aus Horizon Zero Dawn. Immer einen frechen Spruch auf den Lippen habend, immer der Gerechtigkeit nachlaufend und immer gefechtsbereit – dies sind nur einige der vielen Eigenschaften des Dickkopfes schlechthin. Aloy gehört zu meinen Lieblingscharakteren, weil sie so viel Charakter hat. Sie möchte stets das Richtige tun und steht dann auch dafür ein, egal, auf welche Kosten. Von klein auf durfte man sie begleiten. Und von klein auf, sah man, wie sie sich entwickelt hat und wie sie doch ihren Charakter beibehalten hat. Schon als kleines Kind wollte sie anderen helfen. Sie wollte aber auch das Eine, was ihr immer verwehrt blieb: eine Mutter. Um mehr über diese zu erfahren, geht sie nicht nur über tonnenschwere Metallteile, sondern auch über Leichen, wenn es denn sein muss. Sie tötet, um andere zu retten. Im Gegensatz zu den doch weit verbreiteten Helden, die niemals töten würden, aber trotzdem die Welt retten möchten, fackelt Aloy nicht allzu lange, die Drecksarbeit zu erledigen.

Hartnäckig, dickköpfig, ehrgeizig und mit Pfeil und Bogen bewaffnet, schleicht sich Aloy in die Herzen der Spieler und hinterlässt einen sehr tiefen Eindruck, inwieweit Spielecharaktere Stärke und Interessenskonflikte zeigen können, ohne an Tiefe zu verlieren.

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