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Anime-Schnellreview: Netflix Teil 2

In Teil 2 soll geht es nicht nur Serien, sondern auch um Anime-Filme gehen. Zuletzt konnte Netflix auch in diesen Bereich erste Schritte fassen, auch wenn (ähnlich wie bei den Realfilmen) der Erfolg hierbei eher überschaubar ist.

Auch hier soll es wieder um die Netflix-eigenen Produktionen oder Finanzierungen gehen, alle gezeigten Serien oder Filme werden also dem VOD-Anbieter noch länger erhalten bleiben.

Fangen wir mit der “gewöhnlichsten” Serie an.

The Seven Deadly Sins (2014)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=wxcvbL6o55M

Mal zur Abwechslung ab ins Fantasy-Setting. The Seven Deadly Sins erinnert dabei aber eher sowohl was die Action als auch den Humor betrifft an One Piece. Genau genommen hätte ich zu Beginn auch vermutet, dass es vom selben Studio ist, tatsächlich haben aber sowohl der Producer als auch das Studio damit nichts gemeint.

In insgesamt 2 Staffeln mit immerhin 28 Folgen (wobei die zweite Staffel aus lediglich 4 Folgen besteht und starken Lückenfüller-Charakter haben) wird der Weg der sieben Ritter beschrieben, welche auf Bitte von Prinzessin Elizabeth ihren Vater befreien sollen. Dabei kommt es immer wieder zu Over-the-top Kämpfen, wobei sich die Charaktere (wie man es von One Piece kennt) immer wieder neuen Fähigkeiten übertrumpfen müssen. Der typische Fremdschäm-Humor ist hier auch mehr als deutlich vertreten.

Wem das gefällt kommt genau auf seinen Geschmack und kann sowohl auf Deutsch, als auch wahlweise in Japanisch mit dt. Untertiteln schauen.

Devilman Crybaby (2017)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ww06yGPM7Kc

Ganz frisch ist die mit lediglich einer Staffel und 10 Folgen laufende Serie DEVILMAN crybaby. Hier bekommt ihr GANZ spezielle Kost. Was anfangs noch wie eine 0815 Superhelden-Geschichte wirkt, entpuppt sich schnell als Serie die von Brutalität nur so strotzt, die kein Problem damit hat innerhalb der abgeschlossenen Handlung lieb gewonnenen Charaktere übertrieben explizit ableben zu lassen und sich zum Ende hin in Meta-Ebenen zu verlieren scheint.

Selbst der Zeichenstil ist SEHR anders, wirkt etwas schlampig und schnell gezeichnet. So kommen zwar schnelle Szenen gut zur Geltung und die Brutalität wird etwas stilisiert. Persönlich bin ich jedoch genau wie mit der Geschichte hier nicht so gut klar gekommen.

Wer aber eine abgeschlossene Serie abseits des “Mainstreams” sucht und auch nichts gegen die oben genannten Stil- & Erzählmittel hat, findet aber vielleicht hier genau das Richtige. Wahlweise könnt ihr neben der durchschnittlichen deutschen Synchro auch die japanische Originaltonspur wählen.

BLAME! (2017)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=hwy806RC2-Q

Mit BLAME! hat Netflix auch den ersten vollwertigen Anime-Film im Angebot. Dieser kommt von den Machern der Serie Knights of Sidonia, wurde aber im Gegensatz zu dieser mit einer deutschen Synchronspur zusätzlich zum jap. Original versehen.

Der Film basiert auf den 10-teiligen Sci-Fi Manga und dauert mit 106min auch nicht allzu kurz. Setting ist eine postapokalyptische, sich selbst reproduzierende Stadt, deren Maschinen alles verbleibende Leben vernichten wollen. Eine Gruppe Überlebender trifft dabei auf den geheimnisvollen Killy, dessen Mission in der riesigen, sich selbst reproduzierenden Stadt, das Schicksal Aller ändert.

Wie schon bei Knights of Sidonia setzt BLAME! auf Computer-Effekte um komplexere Szenen umzusetzen. Hierbei handelt es sich auch um einen Streitpunkt unter den Anime-Fans, die Action-Szenen sehen dadurch aber wirklich beeindruckend aus.

Leider kann man das nicht über die Handlung sagen, die nur sehr langsam in Fahrt kommt und auch nur wenige Charaktere bleiben wirklich im Gedächtnis hängen.

 Godzilla Part 1: Planet of the Monsters (2017)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=jn2v_FU_qQg

Hierbei handelt es sich um den ersten Part einer 3-teiligen Filmreihe. Anders als bei den Realfilmen (egal aus made in Japan oder made in US) erzählt der 88min Film wie es den Menschen NACH dem SIEG von Godzilla geht. Dieser hat nach seinem plötzlichen Erscheinen die Menschen effektiv von der Erde vertrieben. Selbst die Unterstützung zweier außerirdischen Rassen half nichts und so fristen diese drei Spezies nun ihr Dasein in einem riesigen Raumschiff, auf der Suche nach einer neuen Heimat.

Da nun aber die Ressourcen knapp werden, wird ein verzweifelter Plan in Betracht gezogen, die Heimat wieder zurück zu erobern. Auch Godzilla setzt oft auf Computer- statt handgezeichneter Animationen, wirkt dadurch leider auch stellenweise etwas hölzern, kann aber mit manch beeindruckender Szenen punkten.

Wo dann der Film leider an Fahrt verliert sind die Charaktere. Wie schon bei BLAME! kommt die Ausarbeitung vieler wichtiger Figuren zu kurz. Zwar wird man dafür oft mit Rückblenden und beeindruckender Szenarien belohnt, leider bleibt so der Film trotzdem hinter seinen Möglichkeiten. Eine längere Serie hätte hier vielleicht besser gewirkt als ein Film.

Da aber noch zwei weitere Teile erscheinen, warte ich noch mit meinem endgültigen Urteil. Auch Godzilla: Planet der Monster könnt ihr wahlweise in Deutsch oder Englisch/Japanisch mit deutschen Untertiteln genießen.

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