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Die “The Witcher” – Entwickler packen zu Lootboxen aus

CD Projekt Red ist von einem kleinen polnischen Studio, das für gute, aber auch verbuggte Spiele bekannt war (siehe The Witcher 1 und 2) zu einem Koloss auferstanden. The Witcher 3 schafft es auch zwei Jahre nach Release locker in die Bestenlisten der RPG-Fans. Der neue Hype um Cyberpunk 2077 ist auch schon generiert. Was kann das Studio also noch besser machen?

Aus der Lieblingsaktivität vieler Spieler in The Witcher 3 vielleicht ein eigenständiges Spiel entwickeln?

Das gibt es auch schon und heißt Gwent und ist komplett kostenlos.

Ach ja, da war ja noch was zum Top Thema 2017: Lootboxen.

Wie sehr hat man sich doch daran erzürnt, wenn man Mittelerde: Schatten des Krieges erst dann durchspielen konnte, wenn man noch einmal extra Geld hineingesteckt hat. Wie sehr regten sich die Spieler auf und boykottierten Star Wars Battlefront 2, als es Lootboxen einführen  und den Spieler dazu verdonnern wollte, über hunderte von Stunden zu spielen, um einen Multiplayer-Helden freizuschalten. Wie groß war bei diesen beiden Titeln die Verlockung, einfach Geld zu bezahlen und sich damit so viel Zeit zu sparen und Spaß zu haben?

Laut Marcin Iwinski, Co-Gründer von CD Projekt Red, ist das ein absolutes No Go.

‘Conversation’ sounds way too nice to describe what was happening last year. I would rather call it community backlash. And this time around, it wasn’t just the hardcore community, there were a lot of really pissed off gamers out there and they decided to speak up.

Where we stand is quite simple and you could see it with all of our past releases—most recently The Witcher 3: Wild Hunt and GWENT. If you buy a full priced game, you should get a big, polished piece of content, which gives you many, many hours of fun gameplay. 

The definition of ‘many’ may vary on a title-by-title basis, but in our case it was always 50-60+ hours of the main story-line, with up to a couple of hundred of hours of side activities—if you really wanted to max out the title. To me, this is a fair deal. You get what you paid for, plus we are always trying our best to overdeliver. There is no better PR than a happy gamer recommending your title to their friends.

Zum einen habe man das Beispiel eines Vollpreis-Titels wie The Witcher 3. Der Spieler zahlt einen festen Preis und bekommt ein paar hundert Stunden Spielspaß. Ohne die Hände für mehr aufzuhalten. Nun ja, mal abgesehen von den beiden Expansions, die zusammen 24,99€ im Season Pass gekostet haben. Aber diese sind freiwillig und der Spieler fühlt sich in keinem Maße dazu gezwungen, die zu kaufen, um das “richtige” Ende zu sehen oder um Spaß haben zu können. Jeder, der The Witcher noch ein wenig länger genießen möchte, KANN sich diese DLCs kaufen, ganz ohne Zwang und er weiß auch immer, was er bekommt. In einer Lootbox kann ja für gewöhnlich auch nicht so gutes Zeug drin sein und man MUSS dann noch mehr kaufen, weil man ja sonst Geld weggeworfen hat.

Anders sieht es bei Gwent aus. Hierzu äußert sich der CO-Gründer wie folgt:

The above covers full-price titles, but there’s also free-to-play territory. Here we have GWENT, where you can buy card kegs and some vanity items. Again, the deal is simple—you can play the game for free and craft your desired card collection this way, or decide to spend money and get card kegs. The choice is yours, and the only thing you pay for is time and convenience.

Gwent ist kostenlos und kann von jedem in der Beta-Phase  heruntergeladen und gespielt werden. Da Gwent ein Kartenspiel auf Free2Play-Basis ist, bekommt man einen festen Kartensatz zu Beginn und kann sich die restlichen Karten erspielen. Gerade am Anfang bekommt man unheimlich viele Fässer, in denen je 5 Karten stecken. Eine dieser 5 Karten ist immer eine besondere Karte, die man sich aus 3 Karten aussuchen darf. Täglich ist es möglich, bis zu vier solcher Fässer zu erspielen, indem man ein paar Partien spielt. Man muss dafür teils noch nicht einmal gewinnen.

Neben diesem Angebot können sich Spieler aber auch dafür entscheiden, diese Fässer zu kaufen. Die Preise schwanken und je mehr Fässer man kauft, desto günstiger wird es. Pro Fass zahlt man aber in der Regel etwas mehr als einen Euro. Premium-Karten, sogenannte Gold-Karten, die vor allem im späteren Verlauf wichtig sind, sind nicht garantiert. Dafür hat CD Projekt Red spezielle Aktionen, in denen man ab und an besondere Fässer kaufen kann, wie z.B. das Starter Pack für 4,99€, das 10 Fässer und eine von drei Goldkarten verspricht.

Laut CD Projekt Red ist das Thema Lootboxen also sehr einfach: Zahlt ein Spieler Geld für das Spiel, darf man ihn nicht weiter ausnehmen. Zahlt ein Spieler nichts für das Spiel, darf er gerne Geld bezahlen, muss das aber nicht tun.

Das komplette Interview der PC Gamer könnt ihr euch hier durchlesen.

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