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Ninja Showdown – Review

Jetzt mal Butter bei die Fische – Wer hat sich als Kind noch nie ein Geschirrspültuch um den Kopf gewickelt und so getan, als wäre er ein Ninja? Insbesondere nachdem die Turtles all unsere Leben bereicherten? Wer hier nun die Hand hebt, der hatte entweder gar keine Kindheit oder irgendwas anderes stimmte da einfach nicht so recht.

Heute ist der Ninja-Karrierewunsch allerdings deutlich weniger ausgeprägt, als es vor 20 Jahren noch der Fall war. Andere Werte wie Harmonie, Glück in der Liebe oder große Reisen an fremde Orte haben seinen Platz eingenommen und sind wir mal ehrlich: Niemand von uns Gamingnerds wäre auch überhaupt körperlich dazu in der Lage. Deshalb beschränken wir uns im nachfolgenden Review mal auf die virtuelle Version des neuesten Kloppegemoppe-Ablegers aus dem doch eher unbekannten bitmapbureau Studio.

So, worum geht es in Ninja Showdown? Wir haben es hier mit einem 2D Platformer zu tun. Ihr rennt mit eurem Ninja auf einem statischen Bildschirm von links nach rechts, von oben nach unten. Unterwegs erscheinen andere Ninjas, die es zu töten gilt. End of the Story.  Das Rad wird hier an keiner Stelle neu erfunden, aber das muss es im Grunde ja auch gar nicht. Bewaffnet seid ihr mit euren Fäusten, einem sammelbaren Katana und einigen Shurikens zu Beginn einer jeden Runde. Ninjakram halt – Ihr kennt das.

Wir haben es hier also mit einem typischen Multiplayer Titel à la Niddhogg oder Towerfall Ascension zu tun, der mit Freunden eine ordentliche Portion Spaß beschert, alleine allerdings so ziemlich das Gegenteil dessen beschert. Grafisch wirkt das Game nicht sonderlich imposant. Mir kam des Öfteren in den Sinn, dass es grafisch ziemlich stark den üblichen iPad Titeln gleicht (obwohl es hier wohl kaum spielbar wäre). Unser Rezensionsexemplar war die PS4 Version – Hier ist es leider Gottes so, dass die Steuerung stellenweise etwas hakelt. Nicht selten passierte es uns, dass Eingaben des Spielers einfach ignoriert wurden und der kleine Kämper stumpf in die gegnerische Klinge rannte, statt den gewünschten Angriff auszuführen. Mein geliebtes Niddhogg spielt hier in einer komplett anderen Liga, da solche Dinge einfach nur nervig sind. Wie sich dieses Verhalten auf der Switch widerspiegelt, können wir an dieser Stelle nicht sagen. Die Vermutung liegt aber nahe, dass es dort nicht anders sein wird.

Das Gameplay ist extrem schnell und chaotisch. Die Aufmachung blutig und irgendwie recht sympathisch. Allerdings auch nur irgendwie. Ich kann nicht genau ausmachen, was mich stört – aber das Game wirkt an vielen Ecken und Kanten einfach nicht wirklich rund.

Das Hauptaugenmerk ist natürlich der bereits angesprochene Multiplayer-Part, der sich mit bis zu 4 Spielern bestreiten lässt. Im lokalen Multiplayer könnt ihr hierbei zwischen verschiedenen Game-Modi wählen: Last Ninja, Battle, sowie Coin and Crown. Am lustigsten hat sich hierbei Coin and Crown herauskristallisiert – Hier müsst ihr möglichst viele Geldstücke einsammeln, die an verschiedenen Orten der jeweiligen Karte erscheinen. Die Gegenspieler haben natürlich die gleiche Aufgabe und müssen alles daran setzen, den jeweiligen Opponenten möglichst oft niederzustrecken, um die Sammelgier zu unterbrechen.

Sollte man also sein Geld in diesen Titel investieren? 

Wir wissen es nicht. Wenn ihr Bock drauf habt, erhaltet ihr sicherlich einige spaßige Momente (sofern ihr gegen eure physisch vorhandenen Freunde antretet). Ihr werdet die typischen Beleidigungs-Momente und Verzweiflungsschreie eures Kumpels vernehmen. Alleine werdet ihr diesen Titel aber mit Sicherheit nach spätestens 30 Minuten nicht mehr anrühren.

Wenn euch Niddhogg gefallen hat und ihr den Titel zu einem günstigen Preis ergattern könnt – greift zu. Wenn ihr heute bereits nicht mehr wisst, wie ihr Morgen eure Portion Nudeln mit Ketchup und wahlweise Fleischwurst auf den Tisch bekommt, spart es euch. Oder ihr wickelt euch noch einmal das Geschirrspültuch um den Kopf und wägt dann einfach ab, wie stark das Ninjatum noch in euch lodert.

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