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God Of War – Eine Geschichte von alten und neuen Göttern

Was bisher geschah …

God Of War hat eine lange Reise hinter sich. Schon seit 13 Jahren verfolgen wir den allzeit grimmigen Badass namens Kratos, der sich teils durch  Rachegelüste und teils durch Reue durch die härtesten Bosse und Mythen kämpft.

Schon dieses Jahr soll sich aber alles ändern. Bisher sahen wir ein Setting, das der griechischen Mythologie nachempfunden war, wir hatten eine isometrische Sicht von oben und ein Kampfsystem, das von Blut nur so trotzte.

It was getting old. -Shannon Studstill, Head von Santa Monica Studios

Die Geschäftsführerin selbst, Shannon Studstill, verspürte den Drang, God Of War weiterzuentwickeln. Sie spricht in einem Interview der Gameinformer davon, dass sie Spielern nicht eine weitere Story über einen Badass mit Rachegelüsten präsentieren wollte. Daher engagierte Studstill als Creative Director keinen Minderen als Cory Barlog, der zuvor schon die kreative Leitung des zweiten God Of Wars übernahm – mit Erfolg.

Der Ansatz, etwas Neues mit altem Personal zu schaffen, scheint zwar anfangs ironisch, macht aber dann Sinn, wenn man sich Studstills Argumentation anschaut. Diese sagt nämlich, dass auch für eine neue Ära die alten Geschichten, die Hintergrundgeschichte, gut bekannt sein muss. Und wer weiß mehr über die Hintergrundgeschichte Kratos als ein ehemaliger Mitarbeiter?

Altbekannte machen nicht Altbekanntes

Barlog witzelt zu diesem Thema: Er sagt, dass man die Regeln kennen muss und dass er mit seinem Team bereit ist, jede einzelne Regel zu brechen, um etwas Neues zu schaffen.

Ob es nun um Instant-Deaths, Springen oder das Fernbleiben von den heiß geliebten Chaos Blades geht, die Entwickler lassen ihrer Kreativität freien Lauf und schauen dabei immer wieder zurück, um das Grundgerüst von God Of War nicht zu vergessen.

Doch was ändert sich alles?

Zum einen geht es nun nicht mehr um die griechische, sondern um die nordische Mythologie. Das ist ein komplett neues Setting mit neuen Göttern und Geschichten. Kratos ist nun nicht mehr allein, sondern hat einen Sohn namens Atreus. Es ist auch keine typische Rachegeschichte mehr. Kratos versucht, mit seinem Sohn anzubändeln und ist durch Zuversicht und Dickköpfigkeit geprägt. Gameplay technisch ändert sich einiges, da es nun nicht mehr in der isometrischen Sicht spielt. Kratos bewegt sich nun im Third Person Modus und lässt leicht an ein Dark Souls oder Assassin‘s Creed Origins erinnern. Besonders zeigt sich das Kampfsystem dann, wenn Kratos zwischen seiner Axt „Leviathan“ wechselt, seinem Sohn Befehle zum Angriff mit Pfeil und Bogen gibt oder einfach mit bloßen Fäusten oder dem Schild zuschlägt. Diese spielerischen Freiheiten sollen God Of War ab sofort abenteuerlicher gestalten, ohne etwas von seiner Ernsthaftigkeit zu verlieren. Denn auch wenn es keine reine Rachegeschichte geben wird, nimmt sich das Spiel immer noch sehr ernst.

Nicht alles wie gehabt

Wer jetzt glaubt, in God Of War würde man sich nur durch Götter schnetzeln und dann wäre das Spiel schon wieder vorbei, der irrt sich dieses Mal gewaltig. Barlog witzelt auch an dieser Stelle und sagt, dass man mit so einer Story nur einmal davonkäme. Dieses Mal wird God Of War wohl um einiges an Tiefe gewinnen.

Von Waffen und noch mehr Waffen

Hunderte Gegner in die Luft werfen und die wahre Kraft der Choas Klingen spüren wird von nun an auch Geschichte sein. Mit Leviathan kann man nun starke und stärkere Schläge austeilen, seinen Schild erweitern (L1) und die Axt werfen. Das Werfen soll aber nicht Schaden verursachen, vielmehr kann man damit Gegner betäuben, wenn man kritische Stellen trifft. Als Tipp vom Entwickler kann man ansehen, dass man doch versuchen soll, den Kopf zu treffen, da das fast immer helfen soll.

Leider ist noch nicht sicher, ob es noch weitere Waffen geben wird. Der Lead Gameplay Designer McDonald sagt dazu nur dies:

The axe and shield are definetely the stars of the show.

Fähigkeiten werden modern und anpassungsfähig

In den vorangegangenen Teilen konnte man nur wenige Fähigkeiten und auch nur in einer festen Reihenfolge ausrüsten und freischalten. Im neuen God Of War soll es mehr Freiheiten geben, u.a. Runen, die neue Schwertfähigkeiten freischalten. Leviathan hat zwei Slots für Runen: einen für schwere und einen für leichte Angriffe. So ist es z.B. möglich, einen Frost Blast abzufeuern.

Auch wird es wieder die Fähigkeit Spartan Rage geben, die Kratos schneller, heftiger und kräftiger werden lässt. In seinem Wutausbruch wird er seinen Schild weglegen und mit bloßen Fäusten und mit all seiner übermenschlichen Kraft auf seine Gegner losgehen und sie vernichten.

Atreus als Unterstützer, nicht als Krücke

Atreus ist nicht nur eine Art Begleiter, der entweder alle Kills klaut oder auf den aufgepasst werden muss. Er stellt eine Bereicherung für Kratos und den Spieler dar, indem er teils automatisch handelt und teils Befehle von Kratos ausführt.

Boote und Reisen

Wie es sich für ein Spiel gehört, dass im Wikinger-Zeitalter spielt, wird es auch die Option geben, mit Schiffen zu segeln und so zu anderen Orten zu gelangen. Dabei werden Atreus und Kratos nicht an ein Schiff gebunden sein, sondern können immer wieder neue finden und nutzen.

Fortsetzung folgt…

God Of War wird Anfang 2018 erscheinen, auch wenn noch kein festes Datum genannt werden kann. Die Entwickler sehen aber positiv in die Zukunft und wünschen sich, ihre Marke wie ein Assassin‘s Creed oder Uncharted fortführen zu können. Sie denken auch darüber nach, andere Mythologien wie etwa die Ägyptische zu beleuchten. Doch dies liegt alles noch weit in der Ferne, denn Sony war schon sehr schwer von der nordischen Mytholgie zu überzeugen, viele wollten die Marke sogar einstampfen.

Hoffen wir also das Beste und erfreuen uns an einem neuen Anstrich und neuem Gameplay von einem sehr begehrten, bekannten und vergötterten Spiel.

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