ReviewSerie

The Punisher – Review

Marvel’s The Punisher ist wahrscheinlich einer der letzten Netflix Produktionen, die aus dem Hause Marvel kommen und ihren Platz bei Streamingdienst finden. Disney baut ja bekanntlich gerade daran ihren eigenen Streamingdienst auf die Beine zu stellen. Der Punisher fand seinen ersten Auftritt im Jahre 1974 – ganz klassisch im Comic. Frank Castle alias der Punisher ist ein Kriegsveteran und somit von Grund auf trainiert in Planung und Ausschaltung von Gegnern.

Angetrieben durch den Mord an seiner Frau und seinen Kindern ist Frank auf Rache aus. Und anders als viele Superhelden, er selbst ist eher als Antiheld zu sehen, macht der Punisher kein Halt davor seinem Gegenüber die Lichter auszuknipsen, zu foltern, zu erpressen, zu nötigen oder zu entführen.

Nach dem der Punisher einen ersten Auftritt in der ebenfalls von Netflix produzierten Serie Daredevil hatte – auch dort schlüpfte Jon Bernthal in die Rolle – kehrte die Serie am 17. November zum ersten Mal auf den Sendeplan. Und wie geht’s aus?

Nun. Für viele nicht besonders gut. Die meisten davon bereuen es, wenn Sie es denn noch könnten, ihm in die Quere gekommen zu sein. Die erste Staffel hat es geschafft mich konstant zu unterhalten und mir das Gefühl: “Ja, ich will jetzt sofort die nächste Folge sehen.” zu entlocken. Neben dem Spannungsbogen gibt es aber auch weit mehr als nur das typische Racheprinzip. Wir erfahren bereits viel über die Totgeglaubte Person Frank Castle und über ehemalige Weggefährten und Freunde. Zwar ist die Geschichte und die Namen darin fiktiv, korrigiert mich wenn ich falsch liege – doch der Drogenhandel zwischen den USA – Afghanistan kein unbeschriebenes Blatt. Suchmaschinen helfen euch weiter. So entpuppen sich die Nebencharaktere als gut geschrieben und sehr gut besetzt. Da gibt es einen Mitstreiter aus früheren Tagen der versucht seinen Schmerz zu verarbeiten und anderen Leidensgenossen zu helfen. Und andere die von Ihren Taten profitiert oder sich das Talent zu nutze gemacht haben. Man mag sich also nur ausmalen welches Ausmaß der Krieg an sich und mal wieder für Folgen für Menschen und Familien hatte.

Neben dem Bezug zur Realität vergisst Netflix aber auch nicht, wie bereits schon kurz angedeutet, die Nebencharaktere und in dem Fall Personen wie Micro oder seinen ganz besonderen Erzfeind den ich aus Spoilergründen nicht beim Namen nennen kann. Auch werden nicht gleiche alle Türen und Tore zum Ende geschlossen. Es gäbe daher noch genügend Raum für eine zweite Staffel, die jedoch noch nicht offiziell von Netflix bestätigt wurde. Ich sprach das Problem zu Beginn ja bereits an. 

Das Potenzial wusste man bei Netflix gut zu nutzen und hat es wie meist eigentlich üblich, auch technisch gut umgesetzt. Bild und Ton fallen im Gesamten nicht ab und stimmen mit den anderen bereits positiven Aspekten überein. Von meiner Seite aus spricht absolut nichts dagegen und viel mehr dafür sich die Zeit zu nehmen und abends vom sicheren Sofa aus dem Punisher bei der Wahrheitsfindung zuzuschauen.

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Die Pixel sind live!
CURRENTLY OFFLINE