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Fall of Light – frisch angespielt

Manche Spiele sind schlecht, aber auf ihre Weise. Es gibt Spiele, die sind deshalb schlecht, weil sie eine miese Story haben, nicht so gut aussehen oder das Gameplay einfach mies ist. Manchmal sind es auch Mikrotransaktionen, die ein Spiel versauen, aber nicht so bei Fall of Light!

Fall of Light ist leider einfach – wie soll ich sagen?! So richtig schlecht. Es versucht ein Souls-Spiel zu sein, aber mit ICO-Anleihen. So habt ihr andauernd eure kleine Tochter an der Hand, die ihr sogar nach einem Tod wiederbeleben müsst. Das nervt.

Aber das ist einfach nur ein kleiner Punkt auf einer Liste, die mit dem größt möglichem Sakrileg anfängt: Fall of Light versucht nicht nur ein Souls-Like zu sein, nein, es kopiert verdammt noch einmal die komplette Intro-Sequenz. Geht’s noch?

Natürlich könnte man sagen: “Aber das Gameplay kann doch bestimmt überzeugen?” Leider auch hier komplette Fehlanzeige! Hier wird einfach nur stumpf Souls-Gameplay mit einer Isometrischen-Ansicht verbunden. Ohne euch dabei irgendwelche Anhaltspunkte zu geben, wie viel Lebensenergie Bosse oder sogar normale Gegner haben. Vielmehr wird hier einfach nur stumpf drauf los kopiert ohne überhaupt eigene Ideen in das Gameplay zu bringen.

So geht es leider gleich in die nächste uninspirierte Miesere: Die Grafik. Hier gibt es den aktuell modernen texturlosen Look zu sehen. Das wäre an sich nicht schlimm, schließlich gibt es auch genügend positive Beispiele wie AER: Memories of the Old – aber leider fängt der Look weder Atmosphäre, noch die Spielidee oder sonstige positive Aspekte ein. Ganz im Gegenteil. Da ihr unweigerlich dieses Spiel ja mit einem ICO oder Dark Souls vergleicht, fällt dieser Stil extrem schnell negativ auf. Denn die beiden Vorlagen leben vom Detailgrad der Spielwelt, von den kleinen Dingen die ihr entdecken könnt und eben Wagenladungen voll mit Atmosphäre.

Der größte Pluspunkt an Fall of Light war für mich nur das Leveldesign. In Anbetracht der Tatsache das es sich von nichts abhebt, geschweige denn versucht eigenständig zu sein – oder originell oder eben nicht nur eine Kopie von Dingen die man schon zum x-ten Mal in anderen Videospielen gesehen hat, hat dieser Pluspunkt nicht besonders viel Gewicht.

Fall of Light fühlte sich irgendwie falsch an. Das Spiel versucht zwei Klassiker miteinander zu verschmelzen, die meiner Meinung nach einfach nicht zusammen passen. Wie Til Schweiger und Fernsehen. Jetzt gibt es aber Til und Fernsehen. Und einige werden es bestimmt nicht schlecht finden, aber letzen Endes landet das Spiel irgendwo im Korb für Spiele, die ihr bei so einer Random-Key Aktion bekommt. Also ihr kauft 10 Spiele, aber ihr wisst nicht, was ihr kriegt und hofft das GTA V dabei ist und am Ende habt ihr 10€ für Spiele ausgegeben, die man niemals im Leben als Geschenk akzeptiert hätte.

An dieser Stellte sollte man sich fragen, ob es okay ist so etwas über ein Spiel zu schreiben? Und eigentlich bin ich der Meinung, dass hinter jedem Spiel Menschen stecken die etwas erschaffen haben und ihr Spiel wie ihr eigenes Kind behandeln. Leider habe ich bei Fall of Light nicht das Gefühl, dass hier Herzblut rein geflossen ist. Es fühlt sich einfach so an, als ob man versucht auf der Erfolgswelle anderer Spiele mit zu reiten. Natürlich sollte man einige Vergleiche nicht so ernst nehmen, aber es drück die Verärgerung aus, die ich schon in den ersten fünf Minuten hatte, geschweige denn, den Rest meiner Playsession.

Wer sich nach meinem Eindruck doch noch überlegt das Spiel zu kaufen, für 14,99 € seid ihr auf Steam dabei.

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