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Divinity Original Sin – Angespielt #9: „Und sie werden Göttliche sein“

Viel Glück hatten unsere Helden bisher noch nicht. Sie erlitten Schiffbruch, wurden eingesperrt, mussten von einer Gefangenen-Insel fliehen und gerieten in einen Streit mit den Magistern nach dem anderen.

Nun hatten sie es zu Meistr Siva geschafft, einer seltsamen Echse, die bereit war, ihnen alles zu erklären und sie weiter auf den Weg der Göttlichkeit zu bringen.

So erklärte Siva ihnen, dass Götter die Verantwortung für alle Menschen und Tiere in ganz Rivellon übernehmen müssten. Sie könnten jede Wunde heilen, Inseln aus Meeren steigen lassen und jedes Unrecht korrigieren. Aber das sei alles nicht weiter von Bedeutung, denn die Hauptaufgabe eines jeden Göttlichen sei es, der Leere Einhalt zu gebieten und die Welt so zu beschützen.

Der erste Schritt, um näher an diese Göttlichkeit zu kommen, sei schnell getan: Die Helden sollten ein Rätsel lösen, um in die Geisterwelt zu kommen und noch einmal mit ihren Personae zu reden, die genauso aussahen, wie sie selbst.

So mischte Milva ein paar Zutaten, stellte sie auf eine Art Karmin und Lohse entzündete diesen. Als sie den Rauch einatmeten, plagte sie nicht nur ein hämmernder Kopfschmerz, sie kamen auch wieder an den Ort des Schleiers.

Der Dämon, der in der Bardin Lohse weilte, sprach in diesem Schleier mit ihr. Er erzählte ihr, dass die sieben Götter eine(n) Göttliche(n) kreieren wollten, die sie alle vereint und mit ihr/ihm gegen die Leere kämpfte.

Das alles hörte sich wirklich absurd an, aber Lohse konnte nicht anders, als der Kreatur Glauben zu schenken. Sie wurde wirklich stärker und irgendwoher musste diese Macht ja kommen.

In der echten Welt angekommen, überfiel sie keine zwei Sekunden später Siva. Sie wollte wissen, was Lohse gesehen hatte, was passiert war und was passieren wird.

Diese heftige Art der Mystikerin schien Lohse sehr zu amüsieren, sodass sie diese noch ein wenig hinhielt. Lohse erbarmte sich aber nach kurzer Zeit und erklärte der Frau, Echse, dass sie einen Lehrer finden müsse, der ihr bei der Angelegenheit helfe, dass ihre Macht steige und sie zur Göttlichkeit auserkoren sei.

Während Siva das noch etwas sacken lassen musste, machte sich Lohse mit dem roten Prinzen auf den Weg zu einem Haus, das einen weiteren Kampf gegen Milva und Fane bereitstellen sollte.

In diesem Söldnerversteck angekommen und mit Milva und ihrem Untoten Liebling im Schlepptau, machten sie sich auf die Suche nach Antworten, aber auch nach Arbeit. Immerhin waren drei der vier Helden komplett pleite.

Nach ein paar Minuten meldete sich der rote Prinz zu Wort. Er war nun bereit, Lohse alles über sich zu erzählen.

Der rote Prinz war wirklich ein Prinz des Hauses des Krieges. Da ihm in seiner Jugend langweilig wurde und er seine Neugierde befriedigen musste, hantierte er mit den dunklen Künsten herum und trat mit Dämonen in Kontakt. Eines Tages traf er auf einen Sukkubus, der ihn in eine Falle tappen ließ. Als er aufwachte, lag ein Sukkubus in einer kompromittierenden Stellung neben ihm und die Wachen stand um ihn herum. So war der Prinz von nun an in Ungnade gefallen und sollte für den Rest seines Lebens auf der Gefangenen-Insel für seine Taten büßen.

Etwas ungläubig, wieso sich der Prinz denn überhaupt mit einem Sukkubus eingelassen hätte, versuchte Lohse nicht weiter darauf einzugehen. Sie selbst musste sich einen Körper mit einem Dämonen teilen und konnte nicht nachvollziehen, wie jemand so etwas freiwillig tun konnte.

Doch es blieb nicht viel Zeit, über die Geschichte des roten Prinzen lange nachzudenken. Milva hatte sich mal wieder in eine Situation manövriert, aus die sie nicht alleine herausfand. Sie hatte nämlich einem Arena-Kampf zugestimmt, der sie bei einem Sieg zu einem Champion krönen sollte. Lohse überlegte kurz, diese dort alleine stehen zu lassen. Das letzte Mal ist immerhin nicht so gut für sie gelaufen. Letzten Endes ließ sie sich aber breitschlagen und half Milva bei dem Kampf um den Championstitel.

Kaum in den Katakomben bzw. der Arena angekommen, mussten sie gegen vier starke Kämpfer kämpfen. Layali, eine starke diebesgleiche Echse mit einem Hang zur Magie sorgte dafür, dass Lohse nicht mehr mit ihrem Bogen treffen konnte. Zeitgleich verzauberte sie auch Fane, indem sie ihm einen Mückenschwarm entgegensetzte, sodass dieser fast dabei ums Leben kam.

Murga, ein kleiner furchtloser Chubakka, machte sich mit seinem riesigen Zweihänder, der bestimmt nicht irgendwelche Komplexe überspielen sollte, auf den Weg zu Milva und versuchte, diese zu spalten. Der rote Prinz griff schnell ein und stellte sich schützend mit seinem Schild vor sie.

Milva belächelte diese Tat nur. SIE brauchte doch keine Hilfe. Sie beschwor ihre Inkarnation, die mittlerweile zu dem Inbegriff eines Champions gewachsen war und somit genauso stark war wie der rote Prinz, und ließ diesen alles töten, was ihr zu nah kommen wollte.

Als sie gerade dachten, alle Krieger getötet zu haben, zwei von ihnen sogar aus weiter Ferne, kam ein Leerenerwachter auf sie zu. Dieser verkündete stolz, sie fressen zu wollen. Nur bedachte er nicht, dass er in Blut stand, sodass die Magiebegabten ihn schnell lehrten, was es heißt, gegen Magier in einer Blutlache anzutreten.

Als sie den blutigen Kampf hinter sich gebracht hatten, galt es, einen Champion auszuwählen. So mussten sie wieder gegeneinander kämpfen. Milva, die Lohses Zorn schon früh gespürt hatte, bot ihr einen Deal an: Lohse sollte sich ohne Gegenwehr ergeben und bekomme dafür einen Sack voll Gold.

„Du hast also doch Gold gebunkert!“ , bemerkte der rote Prinz trocken. Um weitere Streitereien zu vermeiden, verhandelten sich noch um die Menge des Goldes und legten sich dann schlafen, damit es so aussah, als ob Milva sie mal eben hinweggefegt hätte.

Als Belohnung gab es einen ziemlich guten Bogen, der nur von Lohse geführt werden konnte. Diese konnte kaum aufhören über diesen Missstand zu lächeln.

Die vier Helden konnten dieses Sölnerversteck einfach nicht mehr ertragen und gingen an die frische Luft. Sie musste nicht weit voranschreiten, da entdeckten sie einen Mann, der sehr verzweifelt am Wasser stand. Lohse fragte ihn, wieso er denn so traurig schaue, es sei doch ein schöner Tag. Darauf erwiderte er, dass sein Ehering ins Wasser gefallen sei. Lohse konnte nicht anders und prustete bei dieser Gelegenheit darauf los und entgegnete, dass seine Frau das bestimmt toll fände. Etwas gekränkt, aber auch noch Stolz erfüllt, gab er zu bedenken, dass der Ring Leerenkreaturen anziehen würde, da er ja aus Eisen bestand.

Lohse hielt sich für besonders schlau: Sie nutzte ihre telepathischen Fähigkeiten und zog den Ring aus dem Wasser, ohne eben dieses zu berühren. Lächelnd betrachtete sie den Ring in ihren Händen, als sie es plötzlich Platschen hörte. Eine Leerenkreatur und mindestens fünf Frösche teleportierten sich um sie herum und nahmen Stellung für einen Kampf ein.

„Oh“ , war alles, was ihr dazu einfiel. Kurzerhand nutzte sie ihre „Rückzug“ – Fähigkeit und begab sich auf eine erhöhte Position. Milva, Fane und der rote Prinz machten sich schnellsten auf den Weg zu ihr und nahmen ebenfalls eine Kampfhaltung ein. Die Leerenkreatur war wohl der härteste Gegner, also genau das, was der rote Prinz mal wieder brauchte. Er schenkte der Kreatur seine ganze Aufmerksamkeit und zerkleinerte sie Runde für Runde.

Fane mochte keine Frösche. Diese waren nass und klebrig. Er entschied sich also, den Toten zu mimen und legte sich hin. Milva zauberte einen Champion herbei und ließ diesen die Drecksarbeit für sich erledigen. Währenddessen tobte sich Lohse mit ihrem Pfeilregen an den Gegnern aus. Es dauerte nicht lange, da waren alle Gegner besiegt und der Ehemann tauchte wieder auf.

Er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er sich so schnell aus dem Staub gemacht hatte, wollte aber auch seinen Ring wieder. Den Ärger, den er Zuhause erwartete, wäre schlimmer als diese Biester. Lohse überlegte, ihm eine Lektion zu erteilen, erntete doch prompt böse Blicke der anderen. So übergab sie den Ring, forderte aber sämtliches Gold, das der arme Fischer bei sich trug. Er übergab es, jammernd, und machte sich mit seinem Ehering auf den Weg nach Hause.

Wie es weitergeht:

Die Gotterweckten müssen noch ein paar Höhlen durchsuchen und auch einen Lehrmeister, der ihre Macht verstärkt, muss noch gefunden werden.

 

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