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Star Wars Battlefront II – Eindruck der Beta

Als Vorbesteller durfte ich die Beta des heiß erwarteten Nachfolgers zu Star Wars Battlefront bereits spielen und konnte mir erste Eindrücke vom Spiel selbst einholen. Also stellt sich die Frage: Hat es mir gefallen und bleibt die Vorbestellung am Ende bestehen?

Zunächst musste man sich durch die neue Menüführung klicken und einen Überblick schaffen. Der zumindest für meinen Fall gewohnte Blick war eben nicht mehr vorhanden, ist ja schließlich auch ein neues Spiel. Ich fand mich aber schnell zurecht und so dauerte es nicht lange und ich befand mich im ersten Match. In der Beta stehen folgende Inhalte für euch zur Verfügung …

  • Galactic-Assault – für bis zu 40 Spieler
  • Strike – für bis zu 16 Spieler
  • Starfighter-Assault – für bis zu 24 Spieler
  • Arcade-Modus – alleine oder mit einem Freund

Dem sogenannten Strike – im 8 gegen 8 könnt ihr aus insgesamt vier Klassen (Assault-, Heavy-, Officer-, und Specialist-Trooper) wählen – keine Helden – und müsst die unterschiedlichen Fähigkeiten der Klassen einsetzen um in dem Modus zu gewinnen. Das ganze ähnelt einem Capture the Flag und auf der Seite der First Order gilt es die Rebellen daran zu hindern ein Jedi-Artefakt in die Hände zu bekommen. In der Beta befindet ihr euch auf der Karte Takodana, die den meisten aus Star Wars Episode 7 bekannt sein dürfte.

Das machte Spaß, auch wenn mir sofort auffiel, das sich das Spiel selbst anders spielt. Etwas schwerfälliger möchte ich sagen und nicht mehr ganz so flink. Der Eindruck kann aber auch täuschen. Grafisch machte die Map wirklich einiges her, da vor allem der Wald deutlich schöner als die Map Endor von Star Wars Battlefront I daherkommt. Die Lichteffekte sehen besser aus und die Flora macht einen natürlicheren Eindruck.

Als nächstes spielte ich Galactic Assault (20 vs. 20) – in der Beta befindet ihr euch auf Naboo und müsst als Seperatist den königlichen Palast stürmen und als Klonsoldat genau das verhindern. Ein zu Beginn sehr unruhiger und hektischer Modus, in dem ich mich erstmal zurecht finden musste und es dauerte seine Zeit bis ich wusste was genau zu erledigen war. Als Droide begleitet ihr einen Truppentransporter der euch, solltet ihr es soweit schaffen, den Eingang zum Palast freisprengt. In den heiligen Hallen kommt es dann zum finalen Kampf. Je weniger Energie der Transporter am Ende verliert, desto mehr Respawns oder auch Tickets genannt stehen euch beim showdown zur Verfügung. Als Klonkrieger ist klar – befeuert den Transporter wenn ihr könnt und verteidigt den Palast mit eurem Leben. Beides geht sowohl vom Boden wie auch von der Luft aus.

Der königliche Palast unter schwerem Beschuss.

Weshalb fiel es mir zu Beginn etwas schwer oder fühlte sich hektisch und unruhig an? Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wie auch schon im Strike habt ihr die Auswahl zwischen den vier verschiedenen Klassen, samt Fahrzeugen und Helden die ihr im Laufe des Spieles durch sammeln von Punkten freischalten könnt. Alles ist neu. Die Waffen, die Fähigkeiten und das Handling. Das braucht einfach Zeit und man fängt komplett bei null an – apropos null, euren Fortschritt könnt ihr nicht ins Hauptspiel übernehmen, also verschwendet nicht zu viel Zeit mit der Beta. Aber eben auf Grund der Tatsache das die verschiedenen Klassen und ihre Fähigkeiten erstmal kennengelernt werden müssen, fand ich mich des öfteren auf dem Boden liegend wieder, als es mir lieb war.

Wo wir auch bei einem sehr wichtigen Thema sind: Anders als bei Star Wars Battlefront, müsst ihr im Nachfolger Punkte sammeln um Helden oder Fahrzeuge freizuschalten. Das Thema der lästigen Power-ups ist also Geschichte und gehört der Vergangenheit an. Das fühlt sich definitiv wertiger und besser an, auch wenn man zu Beginn recht oft ins Gras beißt und es etwas länger dauert bis man speziellere Fahrzeuge, etc. steuern darf. Übung macht auch hier aus einem Padawan am Ende vielleicht einen Jedi.

Danach ging es ins kunterbunte und sehr kalte Weltall. Im Starfighter-Assault (12 vs. 12) geht es im ziemlich zackigen Tempo über Fondor – damit ist nicht die Gewürzmischung von Maggi gemeint – auf die Jagd nach einem imperialen Sternenzerstörer. Oder aber ihr verteidigt genau diesen. Wahnsinnig spektakulär mit Nebenaufgaben die auch eure Aufmerksamkeit verlangen. Der bisher schwierigste Akt für mich, da die Flugmanöver deutlich schwieriger als im ersten Teil sind. Da habe ich wirklich 4 oder 5 Runden gebraucht um überhaupt so langsam mit dem Handlich fertig zu werden. Die Schiffe steuern sich zum einen komplexer und die Verfolgung von einem Gegner ist definitiv schwieriger und anstrengender als im ersten Teil. Auch die Missionsaufgaben sind langanhaltender und blindes draufhalten funktioniert nicht mehr, da ihr euer Schiff außerdem vernünftig und gefühlvoll manövrieren müsst. Was gar nicht so einfach war, wenn der Gegner im Nacken sitzt. Auch dort gesellen sich neue Fluggeräte hinzu. Auf beiden Seiten habt ihr unter anderem die Möglichkeit die jeweilige Bomberklasse durch’s Weltall zu jagen.

Den Arcade Modus habe ich bisher nicht gespielt, weshalb ich mich dazu auch nicht groß äußern kann. In der Beta gibt es den 10 vs. 10 Teamkampf mit KI-Verbündeten und -Gegnern. Das könnt ihr entweder alleine oder mit einem Freund erledigen. Außerdem könnt ihr schon Darth Maul selbst und sein Lichtschwert bedienen – durch die Hallen der Karte Theed fliegen und Gegnerwellen besiegen.

Soundtechnisch gibt es rein gar nichts zu bemängeln. Star Wars Battlefront knallt, bebt und klingt im Ganzen einfach nur fantastisch!

Grafisch hingegen fielen mir einige Dinge negativ auf. Pop-ups. Und davon nicht zu wenig. Ich spiele zu Hause auf einer PS4 Pro und war verwundert, wie präsent und offensichtlich das ganze ist. Hätte ich so nicht erwartet. Von der restlichen grafischen Qualität bekommt ihr gewohnt hohe Kost – die Frostbite-Engine eben. Positiv waren auch deutlich mehr Effekte, wie auch grafische Elemente. War Teil 1 noch recht steril, zeigte sich zum Beispiel Naboo (Theed) deutlich lebendiger. Blätter und Laub fegten über den Boden oder wurden vom Wind nach oben getragen. Vögel sausten umher und flohen vor dem Pew, pew! Das gefiel mir sehr gut und machte das Geschehen einfach authentischer. Wie alt der Build ist, den wir in der Beta spielen und in wie weit die Entwicklung seitdem vorangeschritten ist, kann ich nicht sagen. Eventuell müssen zum Release noch Patches helfen, die unschönen Pop-ups zu vermeiden oder zu reduzieren. Auf der PS4 Pro sind mir auch keine Slowdowns oder andere Performance-Einbrüche aufgefallen. Das Spielgeschehen lief flüssig und butterweich.

Fazit: Es bedarf noch einiger Stunden Spielzeit bis man die richtigen Klassen und Waffen für sich gefunden hat. Auch die Ausrüstung, die Karten und Fahrzeuge müssen noch intensiv ausprobiert und getestet werden. Es ist auf jeden Fall klar – Star Wars Battlefront II ist schon in der Beta gefühlt deutlich umfangreicher als es Teil 1 war. Und es fehlt noch einiges mehr vom Inhalt – vom Singleplayer mal ganz abgesehen. Die Vorbestellung wird schon alleine deshalb nicht zurückgezogen.

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One comment

  1. […] Laserschwerter, Multiplayer–Schlachten und ein wirklich hübsches und fotorealistisches Spiel erwartet uns mit Star Wars Battlefront 2 (17.11.) – dieses Mal sogar mit Story. Wie gut der Multiplayer nun wirklich ist, erfahrt ihr in diesem Angespielt. […]

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