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Star Trek: 51 Jahre & nur Schrott-Spiele?

Am 08.09.2017 feiert Star Trek seinen 51. Geburtstag. Vor 51 Jahren wurde auf NBC die Folge „The Man Trap“ oder „Das Letzte seiner Art“ ausgestrahlt. Der ursprüngliche Pilot wurde fallen gelassen und diese Folge ist auch nicht chronologisch der Pilot, aber mit diesen Details langweile ich euch gerne ein anderes Mal.

Denn mein eigentlicher Schwerpunkt zum 51er: Wo sind die Spiele bzw. gab es nur Schrott die letzten 50 Jahre?

Ich will euch nicht belügen: Es gab sogar sehr viel Schrott. Im Gegensatz zu Star Wars erlaubte die Rechtslage einfach viel mehr. So hatten über die Jahre verschiedene Publisher (und damit auch Entwickler) auch verschieden umfangreiche Rechte, welche sie für ihre Spiele verwenden durften.

Aktuell gibt es nur noch das VR-Spiel Star Trek Bridge Crew von Ubisoft und das MMO Star Trek Online von Cryptic Studios bzw. Perfect World Entertainment. Okay, zwei Mobile Games gibt es auch mit Star Trek Trexels & Star Trek Timelines, aber dazu kann ich weniger sagen.

Einen vollständigen Überblick bekommt ihr mit folgenden Video des Kanals History of Video Games:

Ich will euch hier nicht alle Titel nochmal runter beten, sondern euch einen kleinen Einblick in MEINE Star Trek Gaming-Hostorie bieten.

Angefangen hat es tatsächlich „erst“ Mitte der 90er. Es gab zuvor zwar schon allerhand offizielle und noch mehr inoffizielle Star Trek Spiele, aber großteils waren es davor mit wenigen Ausnahmen nur Textadventures. In einem kleinen Laden um die Ecke fand ich damals mit mehr Glück als Begabung tatsächlich Star Trek: 25th Anniversary für MS DOS. Das war doch tatsächlich ein Adventure, wie ich es von den ganzen tollen Lucas Arts Spielen kannte, nur als Reihe kurzer Star Trek Episoden. WAHNSINN! Als ich später dann über die CD-ROM Version stolperte, die sogar die originalen Stimmen der Charaktere inkludierte, konnte ich mein Glück kaum mehr fassen. Nur das kurz darauf erschienene Star Trek: Judgment Rites konnte dies noch toppen. Zwar fühlte es sich damals wie ein Rückschritt an, dass hier die Stimmen fehlten (naja die CD-Version erschien ja auch eigentlich erst später, aber das wusste ich damals nicht), aber dafür waren Grafik, Bedienung und Geschichte besser. Die kleinen Episoden waren nämlich in einer großen Geschichte verbunden, die sich zum Ende hin auflöste. WAHNSINN² ! Es gab wie schon beim Vorgänger verschiedene Lösungswege für die einzelnen Einsätze und damit hob sich das Spiel auch in meinen Augen etwas von den sturen LucasArts Spielen angenehm ab. Nur wer 100% haben wollte, musste länger knobeln, aber man blieb nicht ewig an einem Rätsel hängen.

Besonderes Highlight für mich als Wing Commander Fan: An einigen Stellen durfte man selbst die Enterprise ins Gefecht steuern. Zugegeben, weit weniger komplex als bei einem Space-Sim, aber auch nicht weniger leicht. An der letzten Mission bzw. dem letzten Kampf bin ich sogar ziemlich lange gesessen. Das war damals noch ein Problem und bei der CD-Version von 25th wurde dieser Kampf dann auch entschärft.

Judgment Rites hatte nur noch optionale Kämpfe, aber auch die habe ich gerne gespielt.

Aber es sollte noch besser kommen, denn obwohl ich im Jahr davor noch ungeduldig auf das Konsolen-Lager schauen musste, das auf Mega Drive und (S)NES gute Star Trek The Next Generation-Abenteuer erhielt (damals waren meine Eltern strikt gegen Konsolen), erschien 1995 Star Trek: A Final Unity. Das Spiel grenzte damals meinen Spiele-PC bis ins Letzte aus und das obwohl es nur ein Adventure war. Ähnlich wie schon die beiden TOS-Abenteuer bot auch A Final Unity mehrere Lösungswege bzw. hielt nicht stur an einem Weg fest, aber die Komplexität & die Authentizität war es, die das Spiel LANGE auf meiner All-Time Bestenliste sogar noch VOR Wing Commander & Co. platzierten.

Denn genau wie bei der CD-ROM Version von 25th Anniversary, bot das Spiel alle englischen Stimmen der Next Generation Crew. Immer wieder wurde dann (für damalige Verhältnisse) beeindruckende Render-Sequenzen eingestreut, welche die Story an besonders dramatischen Abschnitten vorantrieb.

Und wo die TOS-Abenteuer noch ein Wing Commander light boten, hatte A Final Unity nicht weniger als einen vollwertigen Star Trek Kampfsimulator. Das ging soweit, dass ich manchmal das Spiel nur startete und in den romulanischen Raum eindrang, nur um ein paar Gefechte zu zocken. Man konnte die NCC-1701-D völlig frei bedienen, vorprogrammierte Manöver starten, die Schilde managen, die Energie verteilen, Reparaturen planen, die Waffen manuell abfeuern usw.

Im Prinzip war aber in der Story nicht einmal das notwendig, die Entwickler bauten diesen Aspekt mit dem Wissen ein, dass ein Teil der Käufer es nie sehen würden.

Aber dem war noch nicht genug. Wenn man nicht leicht als Schwierigkeitsgrad auswählte, konnte man sogar die Landecrew völlig frei auswählen. Da manche Mitglieder wie Data, Dr. Crusher usw. aber für die Lösung wichtig waren, konnte man jederzeit wieder auf das Schiff beamen und wenn nicht, gab das Spiel die Charaktere vor. Trotzdem fühlte man sich durch diese Kleinigkeit gleich noch viel eher in die Glatze von Captain Picard versetzt.

Von einigen Fans wird deswegen Star Trek: A Final Unity als inoffizielle Next Generation Folge betrachtet und ehrlich gesagt, muss ich ihnen da fast recht geben.

Die kommenden Jahre folgten leider viele Spiele dem FMV-Trend. Als Star Trek Fan musste ich diese trotzdem haben, auch wenn Spiele wie Star Trek: Klingon, Star Trek: Borg, oder Star Trek: Deep Space Nine: Harbinger bestenfalls mittelprächtig waren.

Erst mit Star Trek: Starfleet Academy erschien auch endlich wieder mal ein Gameplay-technisch interessanter Titel. Als junger Kadett an der Sternenflotten-Akademie spielte es sich wirklich wie ein Star Trek Klon von Wing Commander 3, sprich actionlastige Raumkämpfe gepaart mit einer Story erzählt via FMVs. Also GENAU mein Ding damals. Da störte es mich auch nicht, dass die trägen Raumschiffe der Serie sich plötzlich eher wie schnelle Raumjäger spielten.

Leider versuchte man sich anschließend wieder dem Trend hinzugeben. Es folgten 2 Shooter aus der Unreal-Kopierkiste, die ebenfalls in meiner Sammlung landeten: Star Trek Generations und Star Trek: The Next Generation: Klingon Honor Guard. Da diese aber damals den Fans nicht so gefallen wollten, war diese Periode schnell vorbei … oh wie ich mich doch durch Generations quälte, nur weil mir damals der Film gefallen hat.

Da ich durch diese beiden Titel recht „abgehärtet“ war, landete später so fast jeder Mist, wo Star Trek drauf stand, in meiner Sammlung. Darunter auch das staubtrockene Star Trek: Starfleet Command und das bestenfalls mittelprächtige Adventure zum neunten Kinofilm Star Trek: Hidden Evil. Durchgespielt habe ich damals kaum etwas davon.

Erst Activision konnte die Lizenz Anfang der 2000er wiederbeleben. Star Trek Armada war ein recht guter und simpler Echtzeit-Strategietitel, der zwar Enterprises im Dutzend bauen lies, aber dadurch vom Gameplay wieder Gelungenes bot. Auch der Versuch am Commandos-Subgenre mit Away-Team fand ich eigentlich ganz okay, trotz der schlechten Wertungen im 60-70er Bereich.

Wo mich das PS1-Spiel Star Trek: Invasion aber NUR frustrierte (und das als abgehärteter Space-Sim Veteran) konnte mich ausgerechnet ein Shooter begeistern: Star Trek: Voyager – Elite Force passte einfach perfekt ins Universum.

Die auf sich alleine gestellte Voyager gepaart mit der Borg-Bedrohung und den Geheimnissen des Delta-Quadranten war einfach DIE perfekte Vorlage für diesen FPS. Es war auch das erste Spiel seit A Final Unity, wo ich wirklich das Gefühl hatte, eine Serien-Folge zu spielen.

Selbst die Grafik wirkte gelungen und die Experten von Raven (Heretic und Hexen-Reihe) schufen genug Abwechslung, die man sonst selten in diesem Genre damals noch kannte.

Völlig überrascht hat mich damals Star Trek: Deep Space Nine: The Fallen. Einerseits habe ich schon nichts mehr Sinnvolles von der Deep Space Nine Lizenz erwartet und andererseits wirkte es zu Beginn wie ein weiteres Trendspiel. Ein weiterer Third-Person Shooter von einem auf Lizenzen spezialisierten Entwickler. Doch es sollte sich um das beste Spiel zur  DS9-Lizenz handeln, das jemals entwickelt wurde. Der Rätsel-Anteil war höher als erwartet und mit drei wählbaren Charakteren unterschieden sich auch die Herangehensweisen an die Level.

Leider wurden diese Mühen nicht honoriert, es erwartete einfach kein Fan ein wirklich vernünftiges Spiel zu DS9.

Kurz darauf kam auch schon das nächste Gusto-Stückerl auf den Markt. Sogar zur „Classic“-Lizenz. Star Trek Klingon Academy war quasi der direkte Nachfolger zum 1997 erschienenen Starfleet Academy, nur spielte man dieses Mal auf Seiten der TOS/Film-Hauptfeinden: den Klingonen. Der Entwickler hatte sich die Kritik zu Herzen genommen:

Die Raumschiffe steuerten sich mit steigender Größe träger, die Missionen waren teils sehr umfangreich und richtig komplex (sogar im Vergleich zum 2 Jahre zuvor erschienenen FreeSpace 2) und man hatte wieder Stars an Bord. Christopher Plummer und David Warner kannte man aus Star Trek VI Das unentdeckte Land. Hier spielte man die Vorgeschichte, die zeigte wie der Shakespeare zitierende General im Dienste des Friedensstifters landete. In der ersten Hälfte kämpfte man noch in einem Simulator gegen die Föderation, während es später in einem Bürgerkrieg um den Kanzlersitz ging.

Klingon Academy war bockschwer, hatte auch einige nervige Bugs die manche Missionen zum Geduldsspiel verwandelten und verlangte damals Einiges an Hardware ab. Wer sich damit arrangieren konnte, bekam aber eines der schönsten und komplexesten Spiele des Genres. Eine Verfolgungsjagd durch ein Asteroidenfeld, die Angreifer in der Atmosphäre eines Gasriesen abschütteln (man konnte wirklich in die Atmosphäre von Planeten eintauchen … nun ja nicht wie man es von Elite Dangerous oder No Man’s Sky gewohnt ist, aber für damalige Verhältnisse war das schon beeindruckend in diese Nebelsuppe einzutauchen), mit aktivierter Tarnung wenige Meter ein Gespräch auf einem beeindruckend bewaffneten Kreuzer belauschen, Angriff auf die Erde inkl. simulierten Gefecht mit der Enterprise und das sah alles so gut aus!

Es sollte das letzte gute Spiel von Interplay zu der Lizenz sein, nachdem man Jahre und viel zu viel Geld an ein weiteres nie erschienenes Adventure Star Trek Secret of Vulcan Fury verloren hatte. Nicht lange danach schlitterte der Publisher außerdem in finanzielle Probleme, aus welchen sie nicht mehr entkommen konnten.

Nach dem guten DS9 Abenteuer versank ich im grottigen Strategietitel Star Trek: Deep Space Nine: Dominion Wars. Es wollte ein Spiel zwischen dem sehr simplen Armada und dem viel zu komplexen Starfleet Command sein, wurde aber im Endeffekt ein einziger Bughaufen, den man an jeder Stelle anmerkte, dass er zu kurz in Entwicklung war. Trotz zahlreicher Abstürze, notwendiger Neustarts oder Abwarten auf die kaum gelieferten Updates konnte ich mich mehrmals zum Durchspielen bewegen, weil mich das Konzept so faszinierte.

Das technisch deutlich bessere, aber in meinen Augen im Vergleich zum Vorgänger sehr lieblose Star Trek Armada II konnte mich nicht so lange fesseln, erst 2002 wurde es seitens Activision für mich wieder interessant.

Denn in diesem Jahr erschien mit Star Trek Bridge Commander DAS Spiel, welches ich mir nach A Final Unity so lange wünschte. Die Experten um Lawrence Holland (Secret Weapons of the Luftwaffe, X-Wing und TIE Fighter-Reihe) schufen den ersten richtigen Star Trek Simulator.

Man konnte zwar auch wie schon damals die Steuerung direkt übernehmen, richtig Spaß machte das Spiel aber erst, wenn man im virtuellen Kapitänssessel saß und den jeweiligen Crewmitgliedern die Befehlte erteilte. Nie danach oder davor fühlte man sich authentischer im Chefsessel und die Story mit ihren gelegentlichen Gastauftritten von Patrick Steward (Picard) oder Brent Spiner (Data) intensivierten das Gefühl noch mehr.

Das war nach langer Zeit endlich wieder eine richtige spielbare Serien-Episode zum zocken. Da störte auch nicht, dass der Forschungsaspekt hier Gameplay-bedingt etwas zu kurz kam.

Mit Star Trek Starfleet Command III erschien außerdem der erste TNG-Ableger der Reihe, der dank deutlich besserer Geschichte und deutlich einsteiger-freundlicherem Mechaniken auch mich dieses Mal wirklich einige Zeit fesselte.

Aber der letzte Highlight aus der Activision-Ära folgte 2003. Star Trek Elite Force II setzte dort an wo Voyager als Serie aufhörte. Zurück im Alpha-Quadranten hatte der First Person Shooter zwar an sich eine deutlich engere Vorgabe, konnte aber auch mehr mit den bekannten Rassen wie Klingonen, Romulander usw. arbeiten. Auch wenn die Wertungen eher verhalten waren, schaffte Entwickler Ritual Entertainment dank zahlreicher Anspielungen und vieler Gameplay-Abwechslungen wie zuvor Raven vor allem ein Spiel für Fans.

Da verteidigte man einmal die Enterprise E auf deren Außenhülle durch Bedienen der Geschütze, oder durchsuchte einen Handelsaußenposten nach einem Ferengi.

Leider stellte es den Abschluss der wirklich guten Star Trek Spiele dar, denn danach war erstmals Ruhe und nur hier und da wagte sich ein Entwickler/Publisher an die Lizenz.

Auf der noch recht jungen Xbox 360 (und PC) war Star Trek Legacy 2006 der letzte große Versuch. Ausgerechnet die Armada II-Entwickler von Mad Dogs (nun Rockstar New England) versuchten unter Leitung von Publisher Bethesda nicht weniger als eine Story, die alle Serien umfassen bzw. betreffen sollte.

Im Spiel steuerte man ein Raumschiff aus der Außenansicht in einer Mischung aus Starfleet Academy & Bridge Crew. Sprich es war oberflächlich recht einfach zu bedienen, bot aber genug taktischen Spielraum für komplexere Gefechte.

Um Budget zu sparen, fanden alle Dialoge (wie schon bei Armada II ) nur via Funkverkehr bzw. Logbuch-Einträgen statt. So mussten keine aufwendigen Cutscenes geschaffen werden, trotzdem vermittelte man genug Film/Serien-Flair.

Man fing dabei als Captain Archer auf der NX-01 an, der zu Beginn des (bis dato nur angedeuteten) Krieges mit den Romulanern einen vulkansichen Wissenschaftler verfolgt. Auch Kirk trifft auf diese Figur sowohl als Kommandant der Enterprise, wobei Klingonen die Thematik seiner Geschichte sind.

Später schlüpft man dann in die Rolle von Captain Picard, zuerst als Kommandant der Stargazer und später der Enterprise D, aber auch Sisko und Janeway werden mit der abtrünnigen Vulkanierin konfrontiert, die gemeinsame Sache mit den Borg macht um ihre Ziele zu erreichen.

Bugs war man schon von anderen Bethesda-Spielen gewohnt und auch die Interplay/Simon & Schuster-Spiele waren davon nie verschont, aber im damaligen „Next-Gen“-Launch stachen gerade auf der 360 diese Mängel noch mal deutlicher hervor und die recht trockene Story-Präsentation wirkten nicht mehr zeitgemäß.

So wunderte es auch nicht, dass später ähnliche Spiele eher auf älteren Plattformen wie Wii, PS2 oder PSP erschienen. Zum Film-Start des JJ Abrams Reboots, versuchte man es mit einem zweifelhaften Star Trek D-A-C auf Xbox Live Arcade, dank der damals vorgeschriebenen Demo konnte ich aber schnell sehen, dass dieser Top-down Shooter kaum etwas mit der Lizenz zu tun hatte.

2010 versuchten dann die MMO-Experten von Cryptic Studios die Lizenz unter dem Namen Star Trek Online auf ein Online-Rollenspiel umzusetzen. Neben Star Wars war es einfach DAS Universum mit welchem man aus dem Vollen schöpfen konnte, was Rassen, neue Welten und Konflikte betraft. Anders als bei der Konkurrenz waren die Vorgaben hier auch nicht so strikt. Man durfte lediglich den Filmen und der Serie nicht widersprechen, konnte sich aber ansonsten mehr austoben, als George Lucas erlaubte.

Der Weg war jedoch steinig. Während einige Fans mit der Ausgangslage zufrieden waren, verlangten Andere schnell das Kommando über Raumschiffe in großen umfangreichen Schlachten übernehmen zu können, während andere wiederum mehr Wiedererkennungswerte forderten.

Überraschend war dass Cryptic diese Kurve schaffte. so kamen später echte Raumkämpfe als auch Gastauftritte von Schauspielern der Serie vor. Damit man auch schön experimentieren konnte, waren Zeitreisen an der Tagesordnung, aber im Großen und Ganzen haben die Entwickler etwas geschaffen, dass bei anderen großen Namen nicht gelang.

Schon damals versuchte der Entwickler den Titel auch auf Konsolen und damit einer noch größeren Userbase zukommen zu lassen. Wie aber bei genügend anderen MMOs stellte sich schnell heraus, dass PS3 und Xbox 360 gerade für dieses Genre mit zu vielen technischen Grenzen zu kämpfen hatten. Gerade die 512MB Speicher (und dann auch noch auf 2x 256MB gespalten bei der PS3) machten hier oft einen Strich durch die Rechnung wie die wenigen portierten MMOs deutlich machten. Erst 2016 schaffte man es auf die deutlich PC-näheren Xbox One und PlayStation 4 und erst da hatte ich „ersten Kontakt“ mit dem Spiel, da MMOs mich eher abschreckten statt anzogen.

Aber Third Person Shooter waren gerade in Mode, dank Marken wie Uncharted oder Gears of War und so nahm man abermals einen Trend und versuchte Star Trek darauf zu pressen. Das nur als Star Trek betitelte Spiel sollte 2013 die Vorgeschichte zum Kinofilm Into Darkness darstellen und trotz aller Star-Power die man so mitnehmen konnte, endete es schnell am Wühltisch, selbst der 3D-Modus half da wenig. Bis heute konnte ich mich nicht dazu überwinden es wenigstens einmal durchzuspielen.

Der letzte noch bedeutende Versuch kam von den Virtual Reality Pionieren von Ubisoft. Deren Tom Clancy-Experten von Red Storm versuchten eine richtige Brückencrew in VR umzusetzen. Obwohl Star Trek Bridge Crew dabei mit vielen Problemen wie der geringen Userbase und dem geringen Umfang zu kämpfen hat (und damit auch eine vernünftige Geschichte schmerzlich fehlt) ist man erstmals DIREKT an den Kontrollen eines Raumschiffes der Sternenflotte.

Wer dieses Gefühl einmal erleben will und ein VR-Headset im Besitz hat, sollte über seinen Schatten springen und sich das Spiel trotz aller Kritik zulegen. Denn wenn man einmal im Kapitäns-Sessel der NCC-1701 sitzt, ist wirklich für einen Moment vergessen, dass die Geschichte der Star Trek Spielen, so selten von Perlen gespickt war.

Und damit bin ich man Ende meines eigentlich nur kurz geplanten Ausfluges in MEINE Star Trek-Spielegeschichte. Wurde leider etwas länger, aber damit auch ihr etwas davon habt:

Star Trek A Final Unity bekommt ihr kostenlos (da es die Lizenzinhaber nicht mehr gibt) auf Seiten wie myabandonware).

Dort findet ihr auch noch ältere Titel wie Star Trek: The Rebel Universe oder Star Trek V: The Final Frontier die ihr sogar direkt im Browser zocken könnt, wenn euch mal richtig nostalgisch zumute ist. Aber sogar über neuere Titel wie Bridge Commander kann man stolpern.

Wenn ihr aber etwas Geld auf eurem Steam-Konto habt, die beiden Adventures

und der Wing Commander Clone Star Trek™: Starfleet Academy stehen dort für jeweils 10€ zur Verfügung und sind auch heute noch einen Blick wert.

Vielleicht hört oder liest ihr in einem weiteren Special von mir, denn Ende des Monats startet ja die neue Serie Star Trek Discovery von der ihr ja bei uns an der einen oder anderen Stelle gehört bzw. gelesen habt.

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