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Castlevania – ein Netflix Original

Seit ein paar Jahren gibt es jetzt schon sogenannte Netflix Originals, darunter zählen die Marvel-Serien, Fargo oder sogar Better Call Saul. Am Freitag, den 07. Juli kam eine neue Mini-Serie hinzu: Castlevania. Ein Anime, allerdings von Amerikaner produziert und gezeichnet. In der ersten Staffel, mit vier Episoden, hat Netflix gezeigt, dass sie sogar im Bereich der Videospiel-Verfilmungen einiges drauf haben. Zwar sind sie erfahren, wenn es um Comic-Verfilmungen geht, allerdings war nur die erste Staffel Daredevil eine Offenbarung und Netflix konnte das Niveau nicht halten. Also hoffen wir einfach mal, dass Castlevania in der zweiten Staffel sein Niveau halten wird.

Die erste Staffel habe ich mir an einem Samstag angeschaut. Das erste Negative, was auffällt, ist, dass die Staffel nur vier Folgen á 20 Minuten hat. Also geht die erste Staffel gerade mal ca. 1,5 Stunden, was bei der Qualität der Serie extrem schade ist, da Story und Charaktere extrem gut und interessant geschrieben sind. Es geht nämlich um Dracula, der eine geliebte Person verloren hat und nun die gesamte Walachei zerstören möchte. Also löst er die Hölle los. Allerdings spielt diese Thematik nur in der ersten Folge eine Rolle, da wir ab der zweiten Folge Trevor Belmont folgen. Dabei belasse ich es mal, denn jedes weitere Detail wäre bei der Kürze der ersten Staffel schon ein massiver Spoiler.

Castlevania ist aber nichts für zart besaitete. Menschlicher Bohnensaft fließt in rauen Mengen und Gewalt wird generell sehr explizit dargestellt. Daher ist Castlevania sicherlich nichts für Kinder (wie es auch Netflix in der Beschreibung betont), auch wenn einige noch immer denken, das Animes oder Zeichentricksendungen fast ausschließlich für Kinder sind. Spätestens nächstes Jahr im Juli (2018) soll Castlevanaia wiederkommen und diesmal sogar mit acht Episoden. Man könnte also meinen, dass die aktuelle erste Staffel nur ein kleiner Probelauf darstellt, die als Prolog zur ersten „richtigen“ Staffel zu sehen ist.

Wenn wir gerade schon mal bei Prolog sind: Die erste Staffel stellt außerdem den Prolog zu Castlevania III: Dracula’s Course dar. Also ist für Kenner der Videospiele auch einiges an Wiedererkennungspotenzial da.

Fazit:
Mir hat die erste Staffel extrem gut gefallen. Leider war sie viel zu kurz und hatte einen extremen Cliffhanger, der mich hoffen lässt, dass ich nicht bis Sommer 2018 warten muss. Jede Minute ist spannend und selbst der Humor fehlt nicht. Also jeder, der ein Netflix-Abo hat und nicht abgeneigt ist, Animes zu gucken, sollte sich Castlevania mal ansehen!

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