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Fargo – Fazit zur 3. Staffel

Auch Fargo hat sich in Runde drei begeben und das Leben der Stussy Familie in ihren Grundmauern erschüttert. Emmit Stussy betreibt erfolgreich einige Parkhäuser und Ray ist Bewährungshelfer. Und wie schon in den Staffeln zuvor spielen Zufälle oder unglückliche Ereignisse eine tragende Rolle. Doch worum geht es ganz genau? Achtung: Spoiler.

Ray hat sich unsterblich in seine Ex-Klientin Nikki Swango verliebt und würde seine angebetete gerne heiraten. Dafür bräuchte er jedoch ein wenig Geld und bitte seinen Bruder um Unterstützung. Finanzielle Hilfe ist jedoch nicht zu erwarten; es gibt nur kluge Ratschläge und der sehnsüchtige Blick auf eine seltene Briefmarke. Ein Streit im außergewöhnlichen Ausmaß entwickelt sich, was zur Folge hat, dass das angespannte Verhältnis der beiden Brüder – die beide von Ewan McGregor gespielt werden – auf die Spitze getrieben wird. Rachepläne werden geschmiedet, die ziemlich nach hinten losgehen und schlussendlich die Polizei anlockt. Aber auch bei Emmit ist nicht alles im grünen Bereich. Ein Investor aus vergangenen Tagen stellt sich persönlich vor. V. M. Varga lautet sein Name und anstelle das Geld einfach zurückzufordern möchte er mehr. Deutlich mehr. Und aus diesem Gebilde aus Spannungen entwickelte sich eine Geschichte, die irgendwo zwischen Wahrheit und eben einer Geschichte liegt. Ob das alles auf einer true story basiert, mag man glauben – oder auch nicht.

Unterhalten wurde ich aber über die gesamte Länge der 10 Episoden außerordentlich gut. Wie schon in den beiden Staffeln zuvor sind die Charaktere wieder hervorragend besetzt und werden wunderbar gespielt. Zudem wurde mit V. M. Varga nicht nur ein böser Schurke kreiert, er ist noch unheimlich, beklemmend und unausstehlich dazu. Es gleicht mir sowieso einem Wunder, das immer wieder aufs neue Charaktere geschaffen werden, die einem unsympathischer kaum sein können und das ist in dem Fall von Herrn Varga und für Fargo sehr gut. Einzig das Ende hinterließ einige Fragezeichen und das ist im Vergleich zu Staffel 1 und 2 anders. Warum und wieso werde ich euch natürlich nicht verraten.

Wie auch schon bei Better Call Saul kann ich eine absolute Empfehlung für die 3. Staffel von Fargo aussprechen. Wer tapfer gewartet hat, kann sich nun alle 10 Folgen am Stück anschauen und in die kalte Welt von Minnesota eintauchen.

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