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Better Call Saul – Fazit zur 3. Staffel

Ein schweres Erbe, große Fußstapfen und eine große Last liegt auf den kleinen Schultern von Saul Goodman alias Jimmy McGill. Der charismatische, clevere und nicht immer ganz faire Anwalt tänzelt sich auch in der 3. Staffel durch diverse Schwierigkeiten, übersteigt große Steine und kommt mit Narben am Hals und einem blauen Auge davon. Zumindest vorerst, denn die Geschehnisse werden ihn auch nachhaltig verändern und nicht loslassen.

Ich versuche mich möglichst oberflächlich und so wenig wie möglich zu Spoilern, trotzdem lest ihr auf eigene Gefahr weiter. Die Blessuren werden Jimmy auch noch in den nächsten Staffeln begleiten – bis er irgendwann schließlich zu dem Charakter wird, den wir aus Breaking Bad kennen. Gerade der Kampf und Wunsch nach Anerkennung durch seinen Bruder spitzt sich immer weiter zu. Chuck, der bekanntermaßen an einer selbst diagnostizierten Elektrosensibilität leidet, lässt mehr und mehr Charakterzüge ans Tageslicht, die zuvor zwar auch vorhanden, sich jedoch in der Form nicht so stark ausgeprägt zeigten. Das ist der große Dreh- und Angelpunkt in diesen 10 Episoden, wo mir gerade die Darstellung von Chuck besonders gut in Kombination mit seiner psychischen Erkrankung gefallen hat. Die Produzenten geben dem Leiden den notwendigen Raum, um uns mehr in die isolierte Welt von ihm versetzen zu können. Und es wird dreckig.

So ist Recht und Ordnung auf der einen Seite und Héctor Salamanca auf der anderen. Der notorisch schlecht gelaunte Drogenbaron fürchtet sein Imperium und versucht mit allen Mitteln sein Revier zu verteidigen. Ein Machtwechsel bahnt sich an und der Mann hinter der Fast-Food-Kette schreitet mit großen Schritten in den Vordergrund. Welchen Teil Nacho dabei spielt?! Weiter führe ich es nicht aus, aber es ist Fanservice in ihrer ganzen Größe. Mike und Kim sind natürlich auch dabei und tragen ihre wichtige Rolle in der Geschichte mit Bravur.

Das Pacing der 10 Folgen war sehr gelungen und lief der Abspann, so konnte die nächste nicht früh genug erscheinen. Gut für alle die gewartet haben, ihr könnt euch die gesamte Staffel nun an einem Stück geben. Das Wochenende liegt ja vor der Tür! So kann es sehr gerne weitergehen, Better Call Saul macht auch nach Ende der 3. Staffel verdammt viel Spaß!

One comment

  1. […] auch schon bei Better Call Saul kann ich eine absolute Empfehlung für die 3. Staffel von Fargo aussprechen. Wer tapfer gewartet […]

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