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Bloodborne

„Oh du quälende, oh du suchtende, sterben bringende Bloodborne-Zeit.“ Könnte man singen, während man den Titel von From Software spielt. Wobei das auch nur getan werden sollte, wenn man nicht zum ersten Mal in einem Gebiet unterwegs ist. Die Konzentration könnte leiden und das wiederum, bringt den sicheren Pixeltod mit sich. Definitiv. Denn wie man weiß – ganz gleich ob man einen der vorherigen Souls-Teile gespielt hat oder nicht – das Ableben gehört ebenso dazu, wie das sehnsüchtige Warten auf den passenden Moment um zuzuschlagen. Gerade letzteres stellt für viele Neulinge die größte aller Hürden dar und benötigt Eingewöhnungszeit. Auch wenn euer Charakter nicht weniger skrupellos ist, wie ferne Verwandte á la Kratos, Ninja Ryu Hayabusa oder aber ein Geralt von Riva, hat sich From Software mit ihren Videospielen in der Vergangenheit einen ganz eigenen Platz in der Hall of Fame gesichert. Nur verdammt wenige Entwickler erzeugen solche Glücksgefühle, wenn wir einen Triumph erlangen und lassen uns gleichermaßen verzweifeln, wenn wir zum wiederholten Male scheitern. Danke dafür.

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Ich gestehe, dass mich beide Dark Souls-Teile schon immer interessiert haben und ich auch das ein oder andere „let’s play“-Video gesehen habe, weil mich das Adrenalin selbst beim Zusehen gereizt hat, ich aber lange nicht bereit war, mich diesem Druck wieder auszusetzen. Mit Demon Souls war ich zunächst und für einige Jahre darüber hinaus bedient.

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Nun. Neue Konsole. Neues Glück. Zudem gefiel mir der Szenenwechsel und der grafische Sprung gegenüber den Vorgängern tat sein übriges. Die Köpfe hinter Bloodborne haben eine so bedrückende und detailreiche Welt erschaffen, die mit beeindruckend ekelhaften und skurrilen Kreaturen auffährt, dass mir in aller Regelmäßigkeit mein Herzschlag gegen mein Brustkorb drückt. Und als würde mich das nicht schon genug beschäftigen, sind meine Hände nach Bosskämpfen alles andere als trocken. So beklemmend und traurig-düster wir visuell in den Bann gezogen werden, so lässt das Spiel auch akustisch nicht einen Moment nach. Die Schreilaute der Monster, wie die Kampf- und Waffengeräusche sind stimmig und sitzen. Das Leveldesign entpuppt sich als dermaßen verschachtelt und eckig, das eben hinter jeder nächsten Wand, jedem nächsten Tor und nach jeder besiegten Bestie, weitere Geheimnisse liegen oder beantwortet werden. Meist lauert dort aber nur eine weitere Gefahr die bezwungen werden will. All das Unbekannte rund um, in und hinter Yharnam treibt deine Füße an und lässt dich nicht los. Auch wenn du dich mitunter verloren fühlst und nicht so recht weißt wohin die Reise geht?!

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So steckst du vielleicht mittendrin und hast noch etliche Stunden vor dir. Wie ich. Es muss sorgfältig gelesen und zugehört werden, um eine leise Ahnung davon zu bekommen, weshalb die Gassen der Stadt so dunkel und fremd geworden sind. Woher die Plage kam und wo die Hoffnung für die Menschen zu finden ist. Bloodborne ist kein Spiel für „mal eben“ oder „zwischendurch“. Ganz. Oder gar nicht.

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4 comments

    1. Das könnte wirklich verdammt schwer werden Bloodborne von dort oben herunter zu kicken. Vermutlich würde dir am Ende das ein oder andere Körperteil fehlen. 😉

  1. Hauptsache, ein gewisser Jemand kloppt sich mit mir durch die Chalice Dungeons. Irgendwie bekomme ich nämlich nur DriveClub Einladungen 😉

    1. Ja gerne. Von mir aus können wir auch bald schon zusammen durch die Welt jagen. Mit dem neuen Update ist das ja nun kein Problem mehr!

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